2020 und Corona – Ein gutes Jahr um auf Amazon zu verkaufen?

2020 und Corona - Ein gutes Jahr um auf Amazon zu verkaufen?

Lesedauer: 5 Minuten

Amazon ist heute die drittgrößte Suchmaschine der Welt und bei konkreten Produktsuchen die Nummer eins. Was Amazon so einzigartig macht, ist, dass Kunden, die dort nach Produkten suchen, bereits eine Kaufabsicht haben. Aber welche Auswirkungen hat die Corona Krise im Jahr 2020 auf den bislang so erfolgreichen Marktplatz?  

Amazon dank Corona im Rekordhoch

Die Corona Pandemie erschien aus dem Nichts und stellt die Wirtschaft vor ganz neue Herausforderungen: Etliche Einzelhändler, Selbstständige und Start-Up’s kämpfen um Ihre Existenz, zahlreiche Arbeitsplätze sind gefährdet. Und noch immer ist nicht abzusehen, welche Auswirkungen die Krise in den nächsten Monaten mit sich bringt. 

Im Vergleich zum stationären Handel boomt der Online-Handel. Amazon als Vertriebskanal ist daher attraktiver denn je. Der Marktplatz Amazon ist einer der großen Gewinner dieser Zeit, da die Einkaufs-Bereitschaft im Internet durch die Krise enorm gestiegen ist.

Auch an der Börse macht sich der Online-Händler überaus positiv bemerkbar: Trotz der Virus-Krise liegt der Kurs im Juni 2020 fast 40% höher als Ende 2019. Oder heißt es für Amazon dann besser, dank der Virus-Krise? [1]

Am Montag, 06.07.2020 knackt die Amazon-Aktie sogar einen neuen Rekord und schießt zum ersten Mal in der Geschichte über 3000 US-Dollar. Von negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie ist für den Online-Händler definitiv keine Spur. [2] 

Vgl. o.A.: "Amazon Aktie - 8000 Prozent Kursgewinn! Jetzt noch ein Kauf?", online: https://aktienfinder.net/blog/amazon-aktie-8000-prozent-kursgewinn-jetzt-noch-ein-kauf/ [Zugriff am 07.07.2020]

Ist Amazon als Marktplatz für mein Unternehmen relevant?

Laut dem Technologieunternehmen BigCommerce [3] sind Online-Marktplätze zu wichtigen digitalen Marketingkanälen geworden. Daher ist es für fortschrittliche, moderne Unternehmen in 2020 unumgänglich sich mit dem Verkaufen auf Amazon zu beschäftigen, wenn sie in der E-Commerce Welt an die Spitze wollen. Wie mittelständische Unternehmen vom Verkaufen auf Amazon profitieren können, erfahren Sie in diesem Blogartikel. 

9 von 10 Verbrauchern überprüfen vor Ihrem Einkauf die Preise auf Amazon. Die Frage, ob eine Amazon-Präsenz sich für Unternehmen im Jahr 2020 lohnt, erübrigt daher sich von selbst. Dennoch sollten sich Unternehmen, die sich mit Ihrer Online-Präsenz auseinandersetzen, folgende Fragen stellen:

      • Ist Amazon FBA (Fulfilment by Amazon) und das Konzept welches bereits von Millionen Verkäufern genutzt wird, erreichbar und nachhaltig
      • Können Unternehmen auf Amazon verkaufen, ohne ihre Markenidentität und ihre Werte zu kompromittieren?
      • Und sollte Amazon als zusätzlicher Vertriebskanal oder als Kerngeschäft angesehen werden?

Wie erhöht Amazon meine Reichweite?

Es steht außer Frage, dass Unternehmen durch das Verkaufen auf Amazon eine bedeutend hohe Online-Präsenz aufbauen. Die Herausforderung besteht aber darin, die gewünschte Sichtbarkeit in dem scheinbar endlosen Meer des Wettbewerbs zu erreichen.

Hier eine Hausnummer: Über 3 Milliarden Produkte werden auf den Amazon-Marktplätzen verkauft. Über 50% aller Produktsuchen beginnen auf Amazon.

Verkaufen auf Amazon zur Coronakrise

Um heutzutage Top-Seller auf Amazon zu werden und eine hohe Reichweite zu erzielen, reichen grundlegende Produktoptimierungen und einfache Wachstumsstrategien nicht mehr aus. Vielmehr muss man sich intensiv mit dem Markt, den Kategorien, den Produkten und vor allem dem Zielkunden auf Amazon beschäftigen. Konnte man vor 3-4 Jahren noch mit wenig Aufwand und ein paar Tricks innerhalb von weniger Wochen zumTopseller werden, benötigt es heute vor allem eine langfristig agile und funktionierende Wachstums- und Werbestrategie für die eigene Marke.

Laut einer Statistik ist USA mit Abstand der größte Amazon-Markt. Im Jahr 2018 wurden hier allein 160,15 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Auf dem zweiten Platz folgt Deutschland mit 20 Milliarden Dollar.  Großbritannien besetzt den dritten Platz mit 14,5 Milliarden Dollar in 2018.

Wenn Sie also verstehen, wie der Amazonen A9-Algorithmus auf diesen Marktplätzen funktioniert, werden Sie mehr Kunden erreichen, als je zu vor – und das weltweit.

Welche Rolle spielt Amazon innerhalb meines Kerngeschäfts?

Viele Unternehmen befürchten, dass sie durch das Listen Ihrer Produkte bei Amazon ihre Verkäufe vom eigenen Online-Shop weglenken könnten. Diese Befürchtungen bewahrheiten sich meistens jedoch nicht.

Wenn Verbraucher über externe Suchmaschinen (wie Google, Bing oder Yahoo) nach Ihrer Marke oder Ihren Produkten suchen, sollte Ihr Online-Shop SEO korrekt implementiert sein um sicherzustellen, dass Sie immer über den Amazon-Einträgen erscheinen. Die meisten Unternehmen verwenden zudem Werbe- oder Marketingkampagnen, die den Verkehr auf ihre Websites lenken.

Dennoch entstehen für Unternehmen, die den Großteil Ihrer Verkäufe weiterhin über den eigenen Online-Shop abwickeln möchten, beachtliche Vorteile beim Verkaufen auf Amazon:

Die New York Times berichtete [4], dass etwa 70 Prozent der Wortsuchen, die auf Amazon durchgeführt werden, allgemeine (generische) Produktbegriffe sind. Es wird also eher nach “Laufschuhe” gesucht, als nach spezifischen Markennamen, wie z.B. “Nike” oder “Nike Laufschuh”.

Mit der richtigen Amazon Strategie würde Ihre Marke also ebenfalls bei allgemeinen Produktsuchbegriffen in Ihrer Kategorie erscheinen. Dadurch haben Sie eine enorm hohe Reichweite und erreichen neue Kunden.

Wir erinnern uns: Über 50% aller Online-Käufe finden bei Amazon statt.

Und nun stellen Sie sich mal vor, was für Verkaufszahlen Ihnen entgehen, wenn ein potentieller Kunde nach einem Produkt, welches Sie vertreiben, bei Amazon sucht, es dort aber nicht gelistet oder schlecht dargestellt wird.

Wie kann Amazon mein Kerngeschäft stärken?

Amazon ist sozusagen Ihre digitale Visitenkarte. Kunden, die Ihre Produkte offline oder in Ihrem Online-Shop sehen, werden sich Ihr Produkt höchstwahrscheinlich auch bei Amazon anschauen wollen. Dort lesen Sie echte Kundenbewertungen, schauen sich die Produktdarstellung an und können prüfen, ob der Preis dort eventuell niedriger ist.

Einen Amazon Account als digitale Visitenkarte nutzen

Denken Sie an Ihre eigenen Einkaufsgewohnheiten – andere Menschen gehen genauso vor.

Umgekehrt werden Kunden, die Ihr Produkt bei Amazon finden, auf Ihren Online-Shop gehen und aufgrund von Garantien, Kundenbetreuung etc. vielleicht sogar darüber kaufen.

Tatsächlich ergab eine Studie von Arvato Bertelsmann, dass 15 % der Amazon-Kunden das gleiche Produkt im offiziellen Online-Shop kaufen würden, aber nur 6 % in umgekehrter Richtung. [5]

Konkret bedeutet das also, dass ein Unternehmen durch Amazon enorm an Sichtbarkeit und Reichweite gewinnt und das Kerngeschäft durch Amazon zusätzlich vorangetrieben wird. Es entstehen wertvolle Synergieeffekte für Ihr Unternehmen.

Selbst wenn Sie nicht die Absicht haben, viel über Amazon zu verkaufen – Stellen Sie sicher, dass Ihre digitale Visitenkarte dort immer aktuell und ansprechend gestaltet ist.

Sehen wir uns das Ganze mal genauer an:

Nach eigenen Angaben von Amazon bleiben 70% der Kunden auf der ersten Seite der Suchergebnisse. Ihr Ziel muss es daher sein, Ihre Produkte auf der ersten Seite zu platzieren. Das ist allerdings nicht ganz so einfach. Denn die bloße Auflistung von Produkten bedeutet nicht, dass Sie bei gewünschten Suchbegriffen auch auf der ersten Seite erscheinen.

Wichtige KPIs, wie unter anderem die Click-Through-Rate und die Absatzzahl definieren, wie der Amazon-Algorithmus das Ranking definiert. Es kann daher hilfreich sein, die Kaufabwicklung bewusst auf Amazon zu lenken, um ein besseres Ranking und eine bessere organische Sichtbarkeit auf den Amazon-Marktplätzen zu erreichen.

Mit einer Mischung aus externem Traffic, PPC-Strategien und SEO-Optimierungen haben wir von AMZ Controlling ein System geschaffen, das bereits Dutzenden von Unternehmen ermöglicht hat, auf Amazon effizient und langfristig zu skalieren.

Zusammengefasst: Darum sollten Unternehmen 2020 auf Amazon verkaufen

  • Hohe Reichweite: Unternehmen müssen auf Amazon sichtbar sein, da viele Kunden dort suchen
  • Corona-Gewinner: Amazon profitiert enorm von der Corona-Krise, da mehr Online eingekauft wird
  • Online-Präsenz: Unternehmen müssen ebenfalls eine Online-Präsenz außerhalb von Amazon haben
  • Digitale Visitenkarte: Die Präsenz bei Amazon muss optimiert und die Markenidentität gestärkt werden
  • Wachstum: Es muss eine Strategie für das langfristiges Wachstum bei Amazon entwickelt werden
  • Sichtbarkeit: Produkte müssen bei Amazon an relevanten Stellen sichtbar sein
  • Internationale Marktplätze: Unternehmen müssen den weltweiten Einfluss, den Amazon hat, optimal nutzen
  • Synergieeffekte: Wenn Ihr Unternehmen und Amazon in Verbindung miteinander richtig eingesetzt werden, entstehen Synergieeffekte: Gegenseitige Förderung in Bezug auf Verkaufsvolumen, Ranking und Sichtbarkeit

Quellen:

[1] Vgl. o.A.: „Amazon-Aktie im Fokus: Internet-Krake wird immer größer und mächtiger.“, online: https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/corona-profiteur-amazon-aktie-im-fokus-internet-krake-wird-immer-groesser-und-maechtiger-8967169 [Zugriff am 07.07.2020]

 

[2] Vgl. o.A.: „Neuer Rekord: Amazon-Aktie springt zum ersten Mal über 3000 US-Dollar.“, online: https://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/neuer-rekord-amazon-aktie-springt-erstmals-ueber-3000-us-dollar_id_12180684.html [Zugriff am 07.07.2020]

 

[3] Vgl. Dayton, E.: „Amazon Statistics You Should Know: Opportunities to Make the Most of America’s Top Online Marketplace”, online: https://www.bigcommerce.co.uk/blog/amazon-statistics/ [Zugriff am 06.07.2020]

 

[4] Vgl. Creswell, J.: “How Amazon Steers Shoppers to Its Own Products”, online: https://www.nytimes.com/2018/06/23/business/amazon-the-brand-buster.html [Zugriff am 06.07.2020]

 

[5] Vgl. O.A.: “Marktplätze kannibalisieren Vertriebskanäle nicht”, online: https://www.brandora.de/News/NewsHomeDetails?DID=29160 [Zugriff am 06.07.2020]

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