Produktbilder auf Amazon – das A und O beim Online-Marketing auf Amazon

Titelbild Blogbeitrag Nr. 6, Amazon Produktbilder

Produktbilder auf Amazon – Das A und O beim Online-Marketing auf Amazon

Wie rücken Sie Ihre Produkte ins richtige Licht? Amazon Produktbilder: Größen, Styles, Richtlinien, Tipps und Tricks

Lesedauer: 10 Minuten

Das Wichtigste gleich zu Beginn: Ohne Produktbilder werden Sie auf Amazon keinen Erfolg haben!

Denn um auf Amazon überhaupt in den Suchergebnissen aufgeführt zu werden, müssen Sie für jedes Produkt mindestens ein Produktbild hochladen.

Kurzum: Keine Bilder – keine Auflistung in den Suchergebnissen auf Amazon – keine Verkäufe – kein Umsatz – kein Erfolg!

Mit der Verwendung von Produktbildern wird Ihr Produkt also nicht nur eher gefunden und kann somit überhaupt erst verkauft werden, sondern durch attraktive Produktbilder, welche in den Suchergebnissen angezeigt werden, gelangen Sie mit Ihren Produkten auch in den Fokus potenzieller Käufer. Nur anhand hochwertiger Produktbilder schaffen Sie es in das Relevant Set möglicher Kunden. Also in die engere Auswahl an Produkten, die im Rahmen eines mehrstufigen Selektionsprozesses während der Kaufentscheidung bewusst wahrgenommen werden und sich in den Köpfen der Kunden entscheidend verankern können.

Amazon Produktbilder

Produktbilder auf Amazon – Warum sie so wichtig für den Erfolgs Ihrer Produkte auf Amazon sind?

Gerade auf Online Verkaufsplattformen wie Amazon sind Produktbilder oft das erste, was der Kunde von Ihrem Produkt und Ihrer Marke sieht. Folglich sind die Bilder auf Amazon also einer der wichtigsten Faktoren, die für oder gegen den Kauf eines Produktes sprechen. Denn schließlich entscheidet man auch beim Einkauf im stationären Ladengeschäft um die Ecke oftmals in erster Linie nach dem ersten, optischen Eindruck. Hinzu kommt außerdem die Tatsache, dass ein weiterer entscheidender Faktor im Rahmen eines Kaufprozesses in der virtuellen Shoppingwelt (und Amazon ist da keine Ausnahme) fehlt – nämlich die Haptik eines Produktes – also das Ertasten, das Greifen, das Fühlen eines Produktes. Kunden können online weder die Funktionalität noch die Verarbeitung oder Qualität prüfen. Umso wichtiger ist es also, die fehlenden Sinneseindrücke online mittels professioneller, fesselnder Produktbilder, ansprechender Titel sowie attraktiver Produktbeschreibung und Bullet Points auszugleichen. Die Produktbilder sind online in der Regel der erste und auch wichtigste Berührungspunkt (Touchpoint) mit einem Produkt. Sie dienen sozusagen als eine Schnittstelle in der Kommunikation zwischen Ihrem Unternehmen, Ihrem Produkt und Ihren Kunden.

Bilder sagen mehr als tausend Worte – aber welche?

Um potenzielle Käufer mit der richtigen Bildsprache zu überzeugen, bedarf es auf Amazon einer sinnvollen Foto-Strategie. Denn die Konkurrenz ist groß, vor allem auf Amazon. Oftmals können sich die Kunden vor lauter Angeboten kaum mehr retten. Da gibt es nur eins: Augen auf und durch! Die Produktbilder helfen den Kunden auf der Nachfrageseite, eine erste Vorauswahl zu treffen und Ihnen als Händler auf der anderen Seite nicht in der immensen Angebotsflut unterzugehen, sondern positiv hervorzustechen. Dies führt nicht nur zu mehr Klicks, sondern im zweiten Schritt auch zu mehr Verkäufen und einer verbesserten Conversion Rate. Da der Amazon Algorithmus diese Aspekte berücksichtigt und mit einbezieht, wird sich am Ende des Tages das Ranking Ihrer Produkte verbessern. So schließt sich der Kreis dann wieder.

Aufgepasst!

Das sollten Sie sich merken!

Grundsätzlich gilt: Professionelle und hochwertige Bilder sind das A und O. Mit schlechten, billigen Bildern werden automatisch eine schlechte Qualität sowie ein schlechter Service assoziiert. Hochwertige, scharfe und unterschiedliche Produktbilder hingegen verheißen eine solide Qualität und eine besondere Güte des entsprechenden Produktes. Folglich schaffen Sie eine erhöhte Transparenz. Ein Wert, der heutzutage immer mehr an Wichtigkeit und Bedeutung innerhalb eines Kaufprozesses gewinnt und sich zumeist positiv für Ihr Unternehmen auswirkt.

Hier sollte also keinesfalls gespart werden! Es lohnt sich, ein paar Euro mehr in gute Produktbilder zu investieren, denn am Ende wird es sich in Ihrem erwirtschafteten Umsatz auf Amazon auszahlen.

Na, mitgeschrieben?
Und jetzt geht´s ans Eingemachte

Doch wie sehen Sie denn nun aus – die perfekten Produktbilder auf Amazon? Wie viele Amazon Produktbilder sollen Sie verwenden und letzten Endes auf Ihrer Produktdetailseite hochladen? Welche Anforderungen müssen die Bilder erfüllen? Und gibt es vielleicht sogar Richtlinien seitens Amazons?

Unsere Experten verraten ihre Tricks & Tipps

Expertenwissen

Mit diesen simplen Tricks unseres Experten Teams erstrahlen Ihre Produkte in neuem Glanz auf Amazon. Unsere Produktbilder-Strategie setzt Ihre Produkte in Szene und vermittelt einen optimalen visuellen Eindrucke Ihrer Produkte auf Amazon.

Es gilt dabei allerdings stets, eine ganze Reihe von Mindestanforderungen seitens der Amazon Richtlinien bezüglich der Produktbilder zu erfüllen. Die entsprechenden Mindestanforderungen und Bildrichtlinien finden Sie in den jeweiligen Styleguides für die verschiedenen Kategorien im Seller Central unter „kategoriespezifische Lagerbestandsvorlagen“.

Doch das Mindestmaß reicht uns natürlich nicht – wir holen das Maximum aus Ihren Bildern raus!

Nutzen Sie die Anzahl der Produktbilder und somit den Platz, welcher Ihnen Amazon auf Ihrer Produktdetailseite bietet, um Ihr Produkt und Ihre Marke zu präsentieren.

Aktuell stehen Ihnen auf der Plattform Amazon bis zu 9 freie Plätze für Produktbilder zur Verfügung, von denen allerdings nur 7 Bilder angezeigt werden. 7 (bzw. 6, falls Sie ein Produktvideo verwenden) Amazon Produktbilder sollten definitiv verwendet werden. Vor allem vor dem Hintergrund der wachsenden Nutzung mobiler Endgeräte auch beim Online-Shopping. Denn Bullet Points und Beschreibungen entfallen in der mobilen Ansicht auf dem Smartphone fast gänzlich oder werden missachtet. Um eine positive Kaufentscheidung zu gewährleisten, sind nicht also nicht nur die Produktbilder, sondern auch die Texte auf den Bildern entscheidend.

Amazon Mindestanforderungen

Allgemeine Bildstandards, Amazon Richtlinien, formelle Hinweise und Verbote:

  •  Dateiformate: JPEG (.jpg), TIFF (.tif) und GIF (.gif). – wir empfehlen die Verwendung von JPEG-Dateien (Achtung: Animierte GIFs werden auf Amazon nicht unterstützt).
  • Produkte müssen auf den Bildern korrekt dargestellt werden und dürfen nur das Produkt zeigen, welches auch tatsächlich verkauft wird. Irreführende Produktbilder sind untersagt.
  • Produkte müssen deutlich sichtbar und gut erkennbar sein. Produktbilder, die verschwommen, verpixelt oder unscharf sind, sind untersagt.
  • Produktbilder müssen zum Titel des Produktes passen.
  • Mindestauflösung für Zoom: Bilder sollten an der längsten Seite mindestens 1.600 Pixel haben. Dies ist die Mindestgröße für die Zoomfunktion auf Amazon, welche erfahrungsgemäß die Verkaufszahlen positiv beeinflusst.
  • Wichtig ist auch, dass das Produkt, gemessen an der längsten Seite, mindestens 85% der Bildfläche einnimmt. Bilder dürfen auf der längsten Seite aber nicht größer als 10.000 Pixel sein.
  • Sexuell anzügliche Bilder sind ebenso untersagt wie Nacktbilder.

Je nach Kategorie kommen weitere spezifische Richtlinien zu den oben aufgelisteten Punkten hinzu. Die Liste oben liefert allerdings einen guten Überblick über die wichtigsten und kategorieübergreifenden Standards.

Unsere AMZ Controlling Produktbilder Strategie

Das AMZ Controlling Foto-Konzept

Bild 1:

Das Hauptbild ist das erste Bild, welches der Kunde auf Amazon in den Suchergebnissen sowie auf der jeweiligen Produktdetailseite zu sehen bekommt. Es entscheidet also darüber, wie viele Klicks ein Produkt erhalten wird. Das Produkt sollte daher unbedingt deutlich, groß und ohne ablenkende Elemente im Fokus stehen. Präsentieren Sie Ihr Produkte so, dass es mit einem Blick vollumfänglich erfasst werden kann. Hierfür bietet sich in den meisten Fällen die Vogelperspektive oder die direkte frontale Draufsicht an.

Für das Hauptbild gibt es recht strenge Vorgaben von Amazon. Das Hauptbild sollte demnach vor einem reinweißen Hintergrund (RGB-Farbwert 255, 255, 255) fotografiert werden und muss das tatsächliche Produkte abbilden. Grafische Nachbildungen des Produktes werden von Amazon nicht akzeptiert. Texte, Logos, Wasserzeichen, Rahmen, Farbblöcke, Requisiten sowie Bestandteile oder Zubehör, welche nicht zum Produkt gehören, haben auf dem Hauptbild ebenfalls nichts zu suchen.

Abbildung 1: Dieses Hauptbild zeigt die angebotene Badematte in vollem Umfang. Außerdem sind Farbe, Form und Struktur der Badematte wunderbar zu erkennen.

Das Hauptbild muss auf jeden Fall um weitere Produktbilder ergänzt werden, welche das Produkt aus verschiedenen Perspektiven sowie dessen besondere Eigenschaften zeigen.

Bild 2:

Für das zweite Bild sollte ebenfalls ein Freisteller des Produktes gewählt werden. Dieses Mal allerdings mit wichtigen Zusatzinformationen. Hier sind nun Texte, Zertifikate oder auch Logos erlaubt. Das Produkt sollte weiter im Fokus stehen und anhand verschiedener Attribute und Grafiken dem Kunden visuell erklärt werden, ohne dass dieser viel lesen muss.

Abbildung 2: Dieses Produktbild fokussiert klar das Kernprodukt mit seinen wichtigsten Eigenschaften. Außerdem ist hier das Logo mittig aufgeführt, was die Marke perfekt in den Vordergrund rückt.

Alternativ können im zweiten Bild auch die verschiedenen Varianten dargestellt werden. Welche Produktvariationen gibt es? Dabei sollten die Unterschiede der Produktvarianten allerdings klar ersichtlich sein. Es ist beispielsweise sinnvoll, Produkte, die in vielen verschiedenen Größen und Farben erhältlich sind, auf einem Bild gegenüber zu stellen, damit sich der Kunde schnell einen guten Überblick verschaffen und eine Auswahl treffen kann.

Abbildung 3: Beispiel für die Darstellung verschiedener Produktvarianten.

Bild 3:

Jetzt geht es ins Detail. Produktbild 3 widmet sich dem Produkt aus einer anderen Perspektive, zeigt es im Detail, in Verwendung oder in einer anderen Zustandsform. Zeigen Sie ihr Produkt aus einem anderen Blickwinkel. Kunden sehen gerne alle Seiten des Produktes, an dessen Kauf sie interessiert sind. Gibt es Ihr Produkt in verschiedenen Zustandsformen? Beispielsweise geöffnet oder geschlossen, mit oder ohne Licht? Dann zeigen Sie das! So können sich potenzielle Käufer ein Produkt besser vorstellen. Sollte sich die Verwendung eines Produktes nicht sofort erschließen, können Sie diese hier erklären. Verdeutlichen Sie die Nutzung, schaffen Sie Transparenz und nehmen Sie eventuelle Hürden, die den Kunden am Kauf hindern könnten, schon im Vorfeld.

Bei Konsumgütern können hier außerdem weitere Alleinstellungsmerkmale (englisch: Unique Selling Points, kurz: USP) z.B. durch ein Zoom-Fenster hervorgehoben werden. Bei manchen Produkten ist es außerdem hilfreich, Größenverhältnisse noch einmal gesondert darzustellen. Detailbilder bieten sich immer dann an, wenn die Komplett-Ansicht nicht alle Produkthighlights auf einmal abbilden kann. Zoom-Fenster, die den Blick auf die wichtigsten Vorzüge lenken, stechen sofort ins Auge.

Abbildung 4: Das Zoom-Fenster oben links zeigt die Struktur der Badematte im Detail.

Bild 4:

Hier kann nun nochmal detaillierter auf weitere USPs eingegangen werden. Welche Vorteile hat Ihr Produkt? Was unterscheidet Sie von ähnlichen Produkten der Konkurrenz? Welche Features und Funktionen zeichnen Ihr Produkt aus?

Wichtig: Stellen Sie besondere Produkteigenschaften und Funktionen visuell dar, vermeiden Sie zu viele erklärende Texte. Greifen Sie besser auf dezente Icons zurück, um notwendige Informationen zu veranschaulichen.

Abbildung 5: Stellen sie Produkteigenschaften symbolisch dar und bilden Sie die wichtigsten USPs ab.

Bei manchen Produkten ist das Gesamtpaket entscheidend. Sollte die Verpackung (z.B. bei Geschenken) ein wesentlicher Bestandteil des Produktes sein, bietet Bild 4 die Möglichkeit, das Produkt in seiner Verpackung abzubilden.

Bild 5:

Ein großer Conversion-Booster ist der direkte Vergleich mit Wettbewerben. Das wichtigste vorab: Dabei dürfen Sie natürlich nie den Namen eines Wettbewerbes nennen. In Vergleichstabellen geht es nicht primär darum, die Konkurrenz schlecht zu machen, sondern vielmehr darum, die eigenen Vorteile für den Kunden tabellarisch und übersichtlich zu präsentieren. Aus verkaufspsychologischer Sicht kann eine derartige Tabelle oftmals den Unterschied zur Kaufentscheidung ausmachen.

Bild 6:

Bild 6 sollte immer ein Lifestyle-, Mood- oder auch Milieubild sein. Schaffen Sie ein ansprechendes und passendes Set-up rund um Ihr Produkt. Inszenieren Sie Ihr Produkt in der Umgebung, in der es für gewöhnlich zum Gebrauch kommt, damit sich die Kunden vorstellen können, wie sich das Produkt gegebenenfalls auch in die eigene Umgebung einfügt. Zeigen Sie Ihr Produkt in Interaktion, um den praktischen Nutzen herauszuarbeiten. Achten Sie darauf, dass der Hintergrund harmonisch, dezent und nicht zu überladen ist, um Reizüberflutungen zu vermeiden und den Fokus dennoch auf Ihrem Produkt zu lassen. Setzen Sie auffällige Eye-Catcher neben Ihr Produkt.

Seien Sie sich bewusst, dass Sie nicht nur ein Produkt, sondern mit dem Produkt auch immer einen gewissen Lebensstil verkaufen. Erzählen Sie mit der Mood-Aufnahme und den Lifetyle-Bildern eine Geschichte zu Ihrem Produkt, erwecken Sie es zum Leben und holen Sie das Maximum aus Ihrem Produkt heraus. Die Kunden sollten Lust bekommen, das Produkt selbst zu verwenden. Um die Markenbekanntheit zu steigern und die Seriosität zu unterstreichen, kann hier auch mit Testimonials gearbeitet werden.

Abbildung 6: Lifestyle-Bilder setzen ein Produkt in der Umgebung in Szene, in der er für gewöhnlich zur Anwendung kommt.

Bild 7 = Produktvideo:

Seit Kurzem können auch auf dem deutschen Marktplatz Videos zum Produkt eingebunden werden. Das Produktvideo ersetzt hierbei das siebte Bild. Aktuell kann nur ein Video pro ASIN eingestellt werden. Produktvideos, welche hilfreiche Informationen zum Produkt liefern, können die Kaufentscheidung der Kunden positiv beeinflussen. Die Videos können außerdem dafür genutzt werden, Ihre Marke in eine nette Geschichte zu verpacken und diese den Kunden zu erzählen (Storytelling). Das Produkt sollte im Video gut sichtbar gezeigt werden und die besonderen Funktionen des Produktes in den Vordergrund stellen.

Aber Achtung !

Nicht jedes Video bringt automatisch einen Vorteil und führt zu einer positiven Beeinflussung der Kaufentscheidung.

Um erfolgreiche Ergebnisse zu erzielen, müssen die Videos einige Anforderungen erfüllen:

  • So sollten die Produktvideos auf jeden Fall professionell erstellt werden und das Produkt gekonnt ins rechte Licht rücken. Eine plausible, authentische Story, eine professionelle, gute Kamera sowie eine einwandfreie Tonqualität sind die wichtigsten Indikatoren für ein gelungenes Kurzvideo.
  • Das Video sollte nicht größer als 500 Megabyte (MB) nicht sein. Wir empfehlen sogar eine Video-Größe von maximal 200 MB.
  • Als Datei-Format eignet nicht eine MP4-Datei am besten zum Upload auf der Amazon Produktdetailseite.

Voraussetzung für die Verwendung von Produktvideos auf Amazon ist die Markenregistrierung.

Unser Tipp

Es lohnt sich, den Weg zur registrierten Marke zu gehen, da Amazon doch einige Vorteile wie z.B. Produktvideos oder A+ Content, vormals Enhanced Brand Content (EBC), für Seller mit einer registrierten Marke bietet.

Fazit

Professionelle und ansprechende Produktbilder für Ihre Produkte auf Amazon aufzunehmen, kann durchaus etwas Zeit und Geld beanspruchen. Aber der Aufwand wird sich definitiv lohnen und auszahlen. Produktbilder sind ein essentieller Bestandteil der Amazon Produktdetailseite und der erste Berührungspunkt mit einem potenziellen Käufer. Gefällt ein Bild, wird das Produkt anklickt. Gefällt ein Bild nicht oder suggeriert aufgrund mangelnder Professionalität eine schlechte Qualität, wird das Produkt nicht angeklickt. Folglich wird es auch nicht zu einem Kaufabschluss kommen. Gute Produktbilder hingegen beeinflussen die Kaufentscheidung positiv. Entscheidend für Ihren Erfolg auf Amazon ist nicht nur Ihr Produkt selbst, sondern primär auch dessen Präsentation. Als Händler haben Sie auf Amazon viele Richtlinien und Vorgaben zu befolgen. Doch mit Hilfe unserer Experten-Tipps sollte der Weg zu gelungenen Produktbildern nicht mehr ganz so steinig sein.

Manuel Kretschmer

Manuel Kretschmer

Founder AMZ Controlling

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Quellenangaben Abschnitt 1:

Vgl. Felser, Georg: „Werbe- und Konsumentenpsychologie“, Springer, 2015, Berlin

Vgl. Gutjahr, Gert: „Markenpsychologie. Wie Marken wirken – Was Marken stark macht.“, Springer Gabler, 2013, Wiesbaden

Vgl. markforschung.de: „Relevant Set“. In: https://www.marktforschung.de/wiki-lexikon/marktforschung/Relevant%20Set/ (21.09.2020)

Quellenangaben Abschnitt 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8:

Vgl. Benutzerfreun.de: „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – wer sagt das?“. In: https://www.benutzerfreun.de/buntes/ein-bild-sagt-mehr-als-1000-worte-wer-sagt-das/ veröffentlich am 29.07.2015 (21.09.2020)

Vgl. Amazon Seller Central: „Anforderungen an Produktbilder“. In: https://sellercentral.amazon.de/gp/help/help.html?itemID=G1881&language=de_DE&ref=efph_G1881_cont_G521 (21.09.2020)

Vgl. Amazon Seller Central: „Produktbilder vorbereiten“. In: https://sellercentral.amazon.de/gp/help/external/G16881?language=de_DE (21.09.2020)

Vgl. Amazon Seller Central: „Ein Video hochladen“. In: https://sellercentral.amazon.com/gp/help/external/help.html?itemID=WJRQF3C34G4PRA2&language=de_DE&ref=efph_WJRQF3C34G4PRA2_cont_Y4LL3M3WJEFE8MZ (22.09.2020)

Vgl. Stummeyer, Christian; Köber, Benno: „Amazon für Entscheider. Strategieentwicklung, Implementierung und Fallstudien für Hersteller und Händler.“, Springer Gabler, 2020, Wiesbaden

Vgl. Aufzug, Marc; Bors, Dominik: „E-Commerce mit Amazon. Das Praxishandbuch für Markenhersteller, Vendoren und Seller.“, O´Reilly, 2019, Heidelberg

Vgl. Melchior, Laura: „Amazon ändert Richtlinien für Produktbilder“. In: https://www.internetworld.de/plattformen/amazon/amazon-aendert-richtlinien-fuer-produktbilder-1578329.html veröffentlicht am 04.09.2018 (21.09.2020)

Vgl. Kretschmer, Manuel: „Die Amazon DNA. Entschlüssele den Bestsellercode.“, BoD – Books on Demand, 2019, Norderstedt

Bildnachweise:

Abb. 1, Abb. 3, Abb. 4, Abb. 5: https://www.amazon.de/dp/B075LJ5W4F/ref=twister_B075LLLQ4V?_encoding=UTF8&psc=1

Abb. 2, Abb. 6: https://www.amazon.de/nomo-MOSQUITO-gegen-M%C3%BCcken-M%C3%BCckenschutz/dp/B07TZP84RQ/ref=redir_mobile_desktop?ie=UTF8&aaxitk=Gnxod2e3a6.79l-1C3UGig&hsa_cr_id=9226382770002&ref_=sbx_be_s_sparkle_mcd_asin_0

Abb. 6: https://www.amazon.de/WohnDirect-Badematte-Rutschfest-waschbar-Duschvorleger/dp/B073WDGZWQ/ref=sr_1_6?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=wohndirect+badematte&qid=1600859523&sr=8-6

Optimaler Aufbau der Produktdetailseite auf Amazon

Mit Tipps von Experten zum optischen Hingucker auf Amazon werden.

Optimaler Aufbau der Produktdetailseite auf Amazon

Liebe auf den ersten Klick?! Was müssen Sie beachten? Do´s und Dont´s auf Amazon!

Lesedauer: 15 Minuten

Die Produktdetailseite ist Ihr Ladenschaufenster, Ihre Visitenkarte, Ihr Verkäufer Team auf Amazon. Hier werden Produkte präsentiert, Zusatzinformationen geliefert und Marken inszeniert. Mit dem Aufbau der Produktdetailseite steht und fällt der Erfolg Ihrer Produkte auf Amazon. Die Produktseite auf Amazon ist nicht nur ausschlaggebend für die Kaufentscheidung eines Kunden, sondern auch für Ihr Rank und Ihren Erfolg auf der Verkaufsplattform.

Schritt für Schritt zur erfolgreichen Produktdetailseite mit Hilfe unserer Anleitung.

Seit dem Jahr 2000 ist die Online Verkaufsplattform Amazon auch für Dritte geöffnet, wodurch sich Herstellern und Händler weltweit die Möglichkeit eröffnet, ihre Produkte und Artikel auf dem Marktplatz online zu verkaufen. Klingt grundsätzlich nach einer riesigen Chance für alle Drittanbieter und das ist es auch. Doch aufgepasst – Amazon selbst ist auf seiner eigenen Verkaufsplattform nach wie vor der größte Händler. Dabei verkauft Amazon nicht nur Fremdmarken diverser Anbieter, sondern verstärkt Eigenmarken. 

 

Umso wichtiger ist es, die eigenen Produkte auf Amazon vom Wettbewerb abzuheben.

Aber wie? Wie müssen Sie Ihre Produktdetailseite auf Amazon aufbauen, um sich gekonnt mittels eines professionellen Markenauftritts an die Spitze abzusetzen? Was müssen Sie beachten? Was sollten Sie beim Aufbau Ihrer Produktseite unbedingt vermeiden?

Wir verraten Ihnen einfache Tricks und Kniffe, um Ihre Amazon Produktdetailseite optisch und inhaltlich auf Vordermann zu bringen.

Liebe auf den ersten Klick?!

Der erste Eindruck entscheidet und bleibt! – Wie so oft im Leben ist dies auch auf Amazon der Fall.

Warum der erste Eindruck gerade für Seller und Vendoren auf Amazon so wichtig ist? Sie haben in der Regel keine zweite Chance! Die Konsumenten sind gnadenlos. Vor allem auf Amazon stehen Konsumenten auf der Suche nach einem bestimmten Produkt einer enormen Vielzahl verschiedenster Angebote unzähliger Hersteller gegenüber. Die Auswahl scheint nahezu unendlich.

Ein Beispiel

Versuchen Sie sich doch einmal selbst in eine Kaufentscheidung auf Amazon hineinzudenken, um das Ganze noch zu verdeutlichen.

Sie brauchen eine neue Trinkflasche. Und das möglichst schnell. Vorab haben Sie sich vielleicht schon Gedanken darüber gemacht, wie die neue Trinkflasche aussehen soll, welche Materialien Sie bevorzugen und ob die Flasche vielleicht noch Zubehör wie eine Reinigungsbürste oder eine Thermo-Manschette mit sich bringen sollte. Klingt so, als hätten Sie sich im Vorfeld eigentlich ein relativ genaues Bild davon gemacht, was Sie haben wollen. Sie öffnen also Amazon und suchen nach einer entsprechenden Trinkflasche und wie aus dem Nichts tut sich vor Ihnen ein Dschungel an Angeboten verschiedenster Trinkflaschen auf mehreren Seiten auf.

Und nun Hand auf´s Herz: Was schauen Sie sich als erstes an, um eine Vorauswahl derer Produkte zu treffen, die Sie dann anklicken, um sie genauer zu betrachten?

Die entscheidenden Faktoren sind sicherlich die Bilder, der Preis sowie die Bewertungen anderer Kunden.

Und noch eine wichtige Frage, die Sie beantworten sollten: Mal ehrlich, wie oft haben Sie auf Amazon schon nach unten gescrollt und die zweite Seite geöffnet? Noch nie? Oder zumindest so wenige Male, dass Sie es an einer Hand abzählen können, oder?

Eines ist jedenfalls sicher: In dieser Angebotsflut entscheidet der erste, meist optische Eindruck. Und daher ist es umso wichtiger, diesen optimal darzustellen.

Tipps & Tricks unserer Experten

Produktdetailseite – ein Wort, das sich schön liest. Doch was genau beinhaltet die Produktdetailseite auf Amazon eigentlich?

Auf der Produktdetailseite auf Amazon entsteht der erste Kontakt zum Kunden und somit zum potenziellen Käufer eines Artikels. Die Produktdetailseite vereint in der virtuellen Shoppingwelt also vieles, was Sie im stationären Handel wiederfinden. Die Amazon Produktdetailseite ist Ihre Online-Visitenkarte, Ihr Ladenschaufenster, Ihr beratendes Verkäufer Team – alles in Einem. All das, was den Kunden in den Stores und Ladengeschäften offline beispielsweise durch die Platzierung der Produkte oder die Verkäufer vor Ort geboten wird, bildet die Produktdetailseite auf Amazon online äquivalent ab. Der Aufbau der Produktdetailseite sowie die Informationen, die dem Kunden hier zur Verfügung gestellt werden, sind demnach essentiell für den Verkauf und Erfolg eines Produktes auf Amazon.

Die wesentlichen Charakteristika einer Amazon-Produktdetailseite

In Abbildung 1 ist lediglich der obere Teil einer beispielhaften Produktdetailseite auf Amazon dargestellt. Anhand des Aufbaus dieser Produktdetailseite lässt sich wunderbar erklären, auf welche Bereiche Sie als Seller direkt Einfluss nehmen und welche Sie individuell gestalten können. Natürlich unter der Berücksichtigung der entsprechenden Richtlinien seitens Amazons. Die Bereiche auf der Produktdetailseite, die Sie direkt beeinflussen können sind begrenzt. Amazon selbst nutzt einen nicht unerheblichen Anteil der Seite, um potenziellen Käufern alternative Produkte anzuzeigen, die im Zweifelsfall natürlich von Ihren Listings wegführen. Umso entscheidender ist es also, die vorhandenen Bereiche optimal zu nutzen und mit den gestalterischen Möglichkeiten, die Ihnen Amazon bietet, optisch in Szene zu setzen.

1. Bilder

Eine der wichtigsten Komponenten der Produktdetailseite auf Amazon sind die Produktbilder. In der Regel betrachtet der Kunde diese neben Titel und Preis zuerst. Bei vergleichbaren, substitutiven Produkten wählt der Kunde oftmals das Produkt mit den besseren und ansprechenderen Bildern. Die Bilder nehmen also entscheidenden Einfluss bei der Kaufentscheidung potenzieller Käufer.

Hierbei gilt: Hochwertige Bilder implizieren hochwertige Produkte. Bei den Produktbildern sollte also keinesfalls gespart werden. Weder bei der Qualität noch bei der Quantität.

2. Titel

Der Blick der Kunden wandert von den Produktbildern links meist nach rechts oben zum Produkttitel. Der Produkttitel sollte daher unbedingt Vorteile und Benefits eines Produktes auf den Punkt bringen. Hierbei ist zu empfehlen, sich auf 2-3 Haupt-Keywords zu fokussieren. Eine wahllose Aneinanderreihung möglichst vieler Keywords im Titel sollte zwingend unterlassen werden. Eine gute Lesbarkeit sowie das Hervorheben des eigenen USP (Unique Selling Point) bilden die wichtigsten Faktoren für einen gelungenen und aussagekräftigen Produkttitel.

3. Preis

Ganz klar: Die Produktseite kann noch so informativ sein, ein zentraler Hebel zur Gewinnung potenzieller Käufer auf Amazon ist natürlich der Preis. Wenn der Preis nicht wettbewerbsfähig ist, klickt der Konsument einfach weiter. Amazon bevorzugt in den Suchergebnissen deshalb Händler mit möglichst billigen Preisen. Zwar würde der Marktführer an höheren Preisen grundsätzlich eine höhere Provision verdienen, dennoch verkaufen sich günstigere Produkte in der Regel öfter und führen folglich auf Amazon zu mehr Umsatz. Erklärtes Ziel eines jeden Drittanbieters ist es, in die sogenannte Buy-Box zu kommen. Die Buy-Box ist das Feld oben rechts, in dem sich der Einkaufswagen-Button befindet. Denn auch wenn es noch diverse andere Händler für ein Produkt gibt, kaufen die meisten Kunden beim aktuell angezeigten Anbieter.

4. Varianten

Das Angebot auf Amazon ist immens. Viele Produkte sind gleich in mehreren Ausführungen, Größen oder Farben erhältlich. Als Seller haben Sie die Möglichkeit, Ihre gesamte Produktrange übersichtlich gegenüberzustellen. Potenzielle Käufer erkennen so relativ schnell, in wie vielen Varianten ein Produkt angeboten wird. Gerade bei Artikeln, die es in vielen Farben, Größen oder Formen gibt, liefert diese Darstellungen einen guten Gesamtüberblick.

5. Bullet Points

Im oberen Teil der Amazon-Produktdetailseite stehen Ihnen außerdem fünf Gliederungspunkte zur Verfügung, mit deren Hilfe Sie dem Kunden weitere relevante Informationen rund um Ihr Produkt zur Verfügung stellen können. Pro Bullet Point können Sie sich hierbei 1.000 Bytes bedienen. Somit bieten Ihnen die Bullet Points die Möglichkeit, deutlich mehr Infos und Keywords auf Ihrer Produktdetailseite zu platzieren als im Titel. Verwenden Sie hierbei kurze, prägnante Sätze mit vielen beschreibenden Adjektiven und achten Sie darauf, dass die fünf Bullet Points in etwa die gleiche Länge haben, damit Sie auch optisch überzeugen. Es ist außerdem zu empfehlen, jeden Bullet Point mit einem großgeschriebenen Ausdruck zu beginnen.

Unser Experten-Tipp zur idealen Aufteilung der Bullet Points

Unsere Expertentipps.

Unser Team rund um Geschäftsführer und Gründer Manuel Kretschmer schöpft sein Expertenwissen aus langjähriger Erfahrung und empfiehlt, die Bullet Points folgendermaßen zu strukturieren – und dabei gilt stets:

Emotionen bekennen! Sie brennen für Ihre Produkte, zeigen Sie das auch den Kunden auf eine charmante Art und Weise!

  • Bullet 1: Um welches Produkt handelt es sich? Der erste Bullet Point fasst das Produkt allgemein, aber prägnant und eindeutig zusammen.
  • Bullet 2: Warum ist das Produkt einzigartig? Was unterscheidet es von der Konkurrenz? Hier wird der USP des Produktes dargestellt (Materialien, Inhaltsstoffe, Größe, etc.)
  • Bullet 3: Der dritte Bullet Point wird dem wesentlichen Hauptmerkmal des Produktes gewidmet.
  • Bullet 4: Hier ist Platz für weitere Eigenschaften und Funktionen des Produktes. Heben Sie die hochwertige und besondere Qualität Ihres Produktes hervor und/oder stellen Sie die Herstellung in den Vordergrund.
  • Bullet 5: Der letzte Aufzählungspunkt beschreibt den Lieferumfang, das Zubehör oder besondere Empfehlungen zum angebotenen Produkt.

Absolute No-Gos in den Bullet Points

  • Keyword Chaos: Grundsätzlich ist eine fundierte und umfangreiche Keyword Recherche das A und O vor dem Erstellen Ihrer Produktdetailseite auf Amazon. Die Keywords in den Bullet Points haben mit unter die höchste Relevanz auf der Produktseite und dennoch sollten Sie es unbedingt vermeiden, Keywords in den Bullet Points aneinanderzureihen oder zu wiederholen. Auch gewollt falsche Schreibweisen von Keywords in den Bullet Points sind nicht notwendig. Der Amazon Algorithmus erkennt falsche Schreibweisen automatisch.
  • Falsche Versprechungen und leere Behauptungen: Bullet Points dienen der Beschreibung eines Produktes. UPS und besondere Merkmale können hier herausgearbeitet und übersichtlich für den Kunden dargestellt werden. Nutzen Sie auf keinen Fall Attribute oder Beschreibungen, die nicht auf Ihr Produkt zu treffen und den Kunden in die Irre führen.
  • Sonderangebote und Rabattaktionen: Es ist durchaus verlockend, in den Bullet Points auf Rabattaktionen oder Angebote hinzuweisen. Diese haben in den Bullet Points allerdings nichts zu suchen.
  • Fachjargon: Verwenden Sie Begriffe, die jeder versteht und verzichten Sie auf komplizierte und unleserliche Fachausdrücke.
Abbildung 1: Der obere Teil einer typischen Amazon Produktdetailseite im Überblick

Nach diesem kleinen Exkurs zu den Bullet Points wollen wir uns nun wieder auf den Aufbau der Produktdetailseite konzentrieren.

6. Verfügbarkeit

Rechts oben auf der Amazon Produktdetailseite wird die Verfügbarkeit bzw. die Lieferzeit eines Produktes abgebildet. Potenzielle Käufer sehen so sofort, ob das ausgewählte Produkt aktuell auf Lager und somit verfügbar ist oder nicht. Zusätzlich erhalten die Konsumenten hier eine Info über die zu erwartende Lieferzeit. Wer ein Bedürfnis befriedigen will, der hat es in der Regel eilig. Niemand wartet gerne sonderlich lange auf eine Bestellung. Und gerade Amazon ist nicht zuletzt dank seiner schnellen Lieferungen so erfolgreich geworden. Kunden kaufen bevorzugt Produkte, die ab Lager direkt verfügbar sind. Deshalb bevorzugt auch der Suchalgorithmus Händler, die eine schnelle Logistik bieten.

An dieser Stelle sollten Sie nun einen guten Überblick über den Aufbau des oberen Teils der Produktseite auf Amazon, wie in Abbildung 1 dargestellt, haben.

Betrachten wir nun den unteren Teil der Produktdetailseite. Hier räumt Amazon Ihnen nochmals viel Platz ein, um einen sogenannten Enhanced Brand Content (EBC) oder auch A+ Content zu gestalten. Ein beispielhafter A+ Content ist in Abbildung 2 dargestellt.

Aber Achtung: Dieser besondere Vorteil steht exklusiv Händlern mit einer registrierten Marke zur Verfügung. Andernfalls haben Sie hier lediglich die Möglichkeit, eine einfache Produktbeschreibung ohne größere Gestaltungsmöglichkeiten oder Bilder anzubieten.

Unser Tipp:

Es lohnt sich also, den Weg zur registrierten Marke auf Amazon zu gehen!

Abbildung 2: Vorbildliche Gestaltung des A+ Contents auf der Amazon Produktdetailseite

Mithilfe des Enhanced Brand Content können Sie dem Kunden weitere Informationen zur Verfügung stellen, um ihn von Ihren Produkten zu überzeugen. Amazon bietet hierfür verschiedene Bausteine und Templates an, die Sie als Vorlage für Ihre Produktdetailseite nutzen können. Schaffen Sie online eine einzigartige Markenwelt und machen Sie Ihre Marke für den Kunden erlebbar. Nutzen Sie auch hier hochwertige Bilder und informative Texte, um dem Kunden die Kaufentscheidung zu erleichtern. Diese Premiumversion einer normalen Produktbeschreibung hebt Sie auf dem Marktplatz Amazon hervor und lässt Sie aus der Konkurrenz herausstechen.

Achtung, Spoiler!

Zum Thema EBC/A+ Content bereiten wir in Kürze noch einen separaten und ausführlichen Artikel für Sie vor.

Produktinformationen – Die wichtigsten Details auf einen Blick!

Abbildung 3: Darstellung der Produktinformationen im unteren Teil der Produktdetailseite auf Amazon

Noch ein Bereich, den Sie als Seller direkt beeinflussen können. Hinterlegen Sie im Backend die wichtigsten Details zu Ihren Produkten. Diese werden dann für den Kunden sichtbar in einer Tabelle auf der Produktdetailseite ausgespielt.

Gerade bei Produkten mit vielen unterschiedlichen Varianten macht es durchaus Sinn, technische Details wie Abmessungen, Größen, etc. nochmal in einer übersichtlichen Tabelle aufzuführen.

Kommen wir nun zum letzten Abschnitt der Produktdetailseite – den Kundenbewertungen

Abbildung 4: Kundenrezensionen auf Amazon

Eine zentrale Rolle bei der Kaufentscheidung sind die Erfahrungen und Bewertungen anderer Kunden, die das Produkt bereits gekauft und ausprobiert haben. Jeder Käufer hat auf Amazon die Möglichkeit, das bereits gekaufte Produkt zu bewerten und eine Rezension mit Texten, Bildern und Videos zu verfassen.

Doch hier kommt die Krux:

Auf diesen Bereich können Sie als Seller leider keinen direkten Einfluss nehmen.

Solange Sie gute Bewertungen von Kunden erhalten, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Im Gegenteil der Rank Ihrer Produkte auf Amazon wird dadurch positiv beeinflusst.

Doch was tun bei negativen Bewertungen?

Sie haben jederzeit die Möglichkeit, auf Kundenbewertungen zu reagieren. Gerade bei negativen Rezensionen sollten Sie dies auch tun. Gehen Sie individuell auf das Problem des Kunden ein und bieten Sie einen Lösungsvorschlag. Bleiben Sie dabei stets freundlich und sachlich. In der Regel wissen es Kunden zu schätzen, wenn sich ein Händler die Zeit nimmt und auf die negativen Anmerkungen reagiert.

Fazit

Grundsätzlich gilt beim Aufbau der Amazon Produktdetailseite: Der Kunde steht im Vordergrund! Dabei kann es durchaus helfen, sich einmal selbst in den Prozess einer Kaufentscheidung auf Amazon hineinzuversetzen, so wie wir dies beispielhaft zu Beginn dieses Artikels getan haben. Wechseln Sie die Perspektive! Was geht dem Kunden beim Kauf eines Produktes durch den Kopf? Auf welche Faktoren achtet er besonders? Welche scheinen hingegen eher zweitranging? Wie wandert der Blick auf der Produktdetailseite?

Schauen Sie sich auch den Wettbewerb an! Was gefällt Ihnen ganz persönlich an guten Produktdetailseiten der Konkurrenz? Was missfällt eher?

Schlagen Sie eine Brücke zwischen der SEO-Optimierung auf der einen und einer ansprechenden optischen Gestaltung Ihrer Inhalte auf der anderen Seite. Achten Sie dabei stets darauf, dass Sie Inhalte hochwertig, strukturiert und individuell zugeschnitten auf Ihr Produkt und Ihre Marke präsentieren.

Denn eines haben wir gelernt: „Der erste Eindruck entscheidet.“

Manuel Kretschmer

Manuel Kretschmer

Founder AMZ Controlling

Quellenangaben Abschnitt 1: Vgl. Köber, Benno (Hrsg.); Stummeyer, Christian: „Amazon für Entscheider. Strategieentwicklung, Implementierung und Fallstudien für Hersteller und Händler.“, Springer Gabler, 2020, Ingolstadt

Quellenangaben Abschnitt 2: Vgl. Plath, Alexander: „Der erste Eindruck – warum er für Sie so wichtig ist.“. In: https://alexanderplath.com/der-erste-eindruck/ (02.09.2020)

Vgl. Jimenez, Fanny: „Der erste Eindruck bleibt – weil er stimmt.“ In: https://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article114446800/Der-erste-Eindruck-bleibt-weil-er-stimmt.htmlveröffentlicht am 14.03.2013 (02.09.2020)

Quellenangaben Abschnitt 3: Vgl. Fuchs, Jochen G.: „Erste Schritte zur optimalen Produktdetailseite bei Amazon.“ In: https://t3n.de/news/amazon-seo-produktdetailseite-857666/ veröffentlicht am 24.09.2017 (03.09.2020)

Quellenangaben Abschnitt 4: Vgl. Kretschmer, Manuel: „Die Amazon DNA. Entschlüssele den Bestsellercode.“, BoD – Books on Demand, 2019, Norderstedt

Vgl. Bruns, Stephan; Fries, Trutz: „Amazon Marketplace. Das Handbuch für Hersteller und Händler.“, Rheinwerk, 2017, Bonn

Vgl. Kollewe, Tobias; Keukert, Michael: „Praxiswissen E-Commerce. Das Handbuch für den erfolgreichen Online-Shop.“, O´Reilly, 2014, Köln

Vgl. Amazon in Seller University: „Was macht eine gute Produktdetailseite aus?“ In: https://sellercentral-europe.amazon.com/learn/courses?ref_=su_courses_c148_m537&moduleId=537&modLanguage=German&videoPlayer=airy(04.09.2020)

Vgl. Aufzug, Marc; Bors, Dominik: „E-Commerce mit Amazon. Das Praxishandbuch für Markenhersteller, Vendoren und Seller.“, O´Reilly, 2019, Heidelberg

Vgl. Holzapfel H.: „Mehr Erfolg mit Amazon aus Sicht eines Hausgeräteherstellers.“ In: Stummeyer C., Köber B. (Hrsg.): „Amazon für Entscheider.“ Springer Gabler, 2020, Wiesbaden

Vgl. Kreß, Felix; Engelen, Monika: „Verkaufen auf Amazon. Betrachtung von Erfolgsfaktoren und praktische Anwendung zum Start des Verkaufs auf Amazon.“ Technology, Art, Sciences TH Köln, 2018, Köln

 

Bildnachweise:

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Abb. 4: https://www.amazon.de/nomo-MOSQUITO-gegen-Mücken-Mückenschutz/dp/B07TZP84RQ/ref=redir_mobile_desktop?ie=UTF8&aaxitk=fb2qR8oQu9y5I9c22RD9qg&hsa_cr_id=3862702410102&pd_rd_r=84959346-af62-4465-aa48-507c5d9e1d2a&pd_rd_w=trCE2&pd_rd_wg=7Mnhh&ref_=sbx_be_s_sparkle_mcd_asin_0_img