Die Amazon Keyword-Recherche

Die Amazon Keyword-Recherche.

Wie du deine Rankings auf Amazon rockst!

Lesedauer: 5 Minuten

Amazon ist heutzutage bei vielen Konsumenten online die erste Anlaufstelle, um nach neuen Produkten zu suchen. Die Konsumenten wissen um die zahlreichen Vorteile des Online-Marktplatzes Amazon. Schnelle Lieferung, riesige Auswahl, unkomplizierte Kaufabwicklung – auf Amazon gibt es einfach alles und das schnell. Daher nutzen auch viele Online-Händler Amazon als Plattform, um ihre Produkte an den Mann (und natürlich auch an die Frau) zu bringen. Die Amazon Keyword-Recherche spielt dabei ein entscheidende Rolle. 

Doch wie wird man als einer von tausenden Händlern auf Amazon unter all der Konkurrenz gefunden? Wie werden die eigenen Produkte gefunden? Oder ganz einfach gefragt: Was tippen die Konsumenten auf der Suche nach den gewünschten Produkten eigentlich in das Suchfeld auf Amazon ein?

Die Keyword Recherche für Amazon mit verschiedenen Tools.
Abb. 1: Was tippen die Konsumenten auf der Suche nach den gewünschten Produkten eigentlich in das Suchfeld auf Amazon ein?

Das sind die zentralen Fragen – Was tippen die Konsumenten in das Suchfeld? Wonach suchen meine potenziellen Käufer überhaupt? Welche Suchbegriffe verwenden sie?

Um das herauszufinden und auf Amazon maximalen Erfolg zu erzielen, ist eine Keyword-Recherche auf Amazon natürlich unumgänglich. Denn auf Amazon zählt nicht der Traffic allgemein, sondern vor allem ein zielgerichteter Traffic.

Amazon Keyword-Recherche

Aber starten wir zuerst einmal mit den wesentlichen Fragen:

Was ist denn eigentlich eine Keyword-Recherche?

Die Keyword-Recherche ist die Suche oder auch die Identifikation der relevanten Suchbegriffe (Keywords) zu einem bestimmten Produkt, welches auf Amazon möglichst erfolgreich verkauft werden soll. Entscheidend und relevant sind also die Keywords/die Suchbegriffe, welche die Konsumenten ins Suchfeld tippen.

Verdeutlichen wir das Ganze anhand eines Beispiels:

Jemand möchte eine Cap auf Amazon kaufen. Manche Käufer suchen nun nach einer neuen Cap, indem sie einfach nur „Cap“ in das Suchfeld tippen, weil sie vielleicht noch gar keine genaue Vorstellung davon haben, wie diese aussehen soll. Andere suchen vielleicht etwas spezifischer nach einer „Snapback“. Wieder andere nach „Baseball Cap“. Einige Käufer könnten aber auch recht allgemein nach einer „Kappe“ oder „Mütze“ suchen. Oder vielleicht sogar recht genau und detailliert nach einer „Cap rot mit Stick“.

Wie geht man denn nun an so eine Keyword-Recherche ran? Welche Vorbereitungen sollten für die Amazon Keyword-Recherche getroffen werden?

Ziel einer Keyword-Recherche ist es, möglichst viele unterschiedliche und gleichzeitig relevante Keywords/Suchbegriffe zu identifizieren, um diese auf der Amazon Produktdetailseite sowie im Backend des Amazon Seller Central richtig zu platzieren. Schließlich sollen die Produkte bei vielen verschiedenen Suchanfragen gefunden und natürlich möglichst weit oben auf Seite 1 angezeigt werden.

 

Für die Amazon Keyword-Recherche gibt es unzählige kostenlose wie auch kostenpflichtige Tools, die dich beim Finden der relevanten Keywords unterstützen. Bevor du dich aber an die Keyword-Recherche mit den Tools machst, solltest du dir vorab schon einmal ein paar Gedanken zum entsprechenden Produkt machen.

1. Köpfchen einschalten

Schalte den eigenen Kopf ein! Welche Suchbegriffe würdest du nutzen, um das Produkt auf Amazon zu suchen und zu finden? Brainstorming mit Kollegen und Freunden ist hier eine gute Methode, um deine eigenen Suchbegriffe zu erweitern und zu verifizieren.

2. Synonyme

Welche Begriffe können synonym zu deinem Hauptkeyword (also dem zentralen Suchbegriff) verwendet werden? Online gibt es zahlreiche Tools (z.B. synonyme.woxikon.de oder openthesaurus.de), die dir eine Vielzahl von Synonymen zu einem bestimmten Begriff aufzeigen.

3. Autosuggest-Funktion

Nutze außerdem die Autosuggest-Funktion von Amazon und Google. Welche Suchbegriffe oder auch Kombinationen (Long Tail Keywords) erscheinen, wenn du einen Suchbegriff oder ein Hauptkeyword eintippst. Wie wird der eingegebene Suchterm automatisch von Amazon oder Google vervollständigt? Die Autosuggest-Funktion liefert oft hilfreiche Ideen und weitere Quellen für Keywords. Oftmals sind gerade die Long Tail Keywords, die die weniger hart umkämpft sind und folglich eher zu einem Kaufabschluss führen können.

Abb. 2: Autosuggest-Funktion auf Amazon

4. Wettbewerb analysieren

  1. Schau dir auch den Wettbewerb auf Amazon an. Oft kannst du relevante Keywords auf den Produktdetailseiten der Konkurrenz entdecken. Schau dir hierbei vor allem Konkurrenz-Produkte an, die besser oder sehr weit oben geranken, also auf Amazon aufgelistet werden. Amazon bietet außerdem auf den Produktdetailseiten verschiedene Rubriken wie beispielsweise „Wird oft zusammen gekauft“ oder „Andere Kunden kauften auch“ – es lohnt sich auch einen Blick auf die Produkte, die hier aufgeführt werden, zu werfen, um mögliche Keywords zu identifizieren.
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Hier eine Liste kostenloser Amazon Keyword-Recherche Tools:

  • Sonar
  • Sistrix
  • Keyword Tool Dominator (KTD)

Und hier noch einige kostenpflichtige Tools mit speziellen Features:

  • Helium10
  • Jungle Scout
  • Sellics
  • ShopDoc
  • Amalytix

Ergebnis der Keyword-Recherche:

Nach der ausführlichen Keyword-Recherche solltest du nun eine Liste mit deinem Hauptkeyword sowie zahlreichen weiteren, relevanten Suchbegriffen (Mid Tail Keywords und Long Tail Keywords) haben, welche potenzielle Käufer für ihre Suchanfrage auf Amazon nutzen könnten. Darunter sind natürlich ein paar Top-Keywords mit hohem Suchvolumen, aber auch Long Tail Keywords, also mehrere Suchbegriffe, die bereits sehr spezifisch sind und die Ergebnisse der Suchanfrage schon etwas genauer eingrenzen.

Was ist nun mit den Keywords aus deiner Keyword-Liste zu tun? Wie werden die Keywords auf Amazon richtig verwendet?

Auf Amazon zählt der Kunde! Daher solltest du im ersten Schritt die relevantesten Keywords, also die Suchbegriffe mit dem höchsten Suchvolumen, auf deiner Amazon Produktdetailseite einbauen. Das Zauberwort hier lautet: Amazon SEO-Optimierung. Titel, Bullet Points und Produktbeschreibungen sind also so zu gestalten, dass sie die relevantesten Keywords enthalten, aber für den Kunden dennoch gut lesbar und ansprechend sind. Die wahllose Aneinanderreihung möglichst vieler Keyword ist also der absolut falsche Weg, um die Amazon Produktlisting zu optimieren.

Nicht zu vergessen sind die Backend Keywords!

Die sogenannten „Hidden Keywords“, also die versteckten Suchbegriffe im Backend, eignen sich hervorragend für das Platzieren von Keywords, welche nicht sinnvoll in den Titeln und Bullet Points eingearbeitet werden können und zu schlecht leserlichen Resultaten führen würden. In den Hidden Keywords können außerdem alle weiteren recherchierten Keywords untergebracht werden, falls die Anzahl der gefundenen Keywords aus der Keyword-Recherche einfach zu groß ist. Dazu zählen z.B. auch falsche Schreibweisen und Rechtschreibfehler. Falls ausreichend Platz vorhanden ist, sollte der Fokus auf Long Tail Keywords und relevante Phrasen gelegt werden. So können gleichzeitig mehrere Suchanfragen und Keyword Kombinationen abgedeckt werden. Eine Doppelnennung einzelner Suchbegriffe schadet nicht, sollte aber nur verwendet werden, wenn relevante Suchphrasen eingearbeitet werden sollen. Diese lassen sich oft kürzen.

Sind Beispielsweise die Suchphrasen “Herren Geldbörse”, “Geldbörse Leder” und “Herren Geldbörse Leder” vorhanden, reicht letztere Suchphrase aus, um die anderen Kombinationen direkt mit abzudecken und in den Suchergebnissen zu indexieren.

Und warum der ganze Aufwand?

Ziel ist es, mithilfe der Amazon Keyword-Recherche die organischen Rankings auf Amazon zu optimieren und möglichst auf Seite 1 der Suchergebnisse angezeigt zu werden. Die Wahl der Keywords für die einzelnen Produktseiten ist für den Erfolg auf Amazon extrem wichtig. Der Amazon A9 Algorithmus ordnet (vereinfacht gesagt) die Produkte auf Amazon nach ihrer Relevanz ein. Der Kunde ist König – dieser Leitsatz gilt auf Amazon mehr denn je. Eines der wichtigsten Ziele auf Amazon ist es daher, stets für ein einzigartiges Kundenerlebnis zu sorgen und eine einmalige Erfahrung zu schaffen. Zentrale Faktoren zur Einordnung des Amazon A9 Algorithmus sind daher: die Verkäufe sowie die Interaktion mit spezifischen Suchanfragen.

Es gilt also: Je relevanter ein Produkt für eine bestimmte Suche ist und je mehr Verkäufe ein Produkt über diese Suche generiert, desto größer ist die Sichtbarkeit auf Amazon. Die Identifikation deiner Angebote mit den richtigen Keywords/Suchbegriffen in Kombination mit der Steigerung der Verkäufe auf Amazon durch diese Keywords sind also erforderlich, um die Sichtbarkeit langfristig erfolgreich zu erhören.

Dies führt letztendlich dazu, dass sich mehr Kunden das Produkt ansehen, anklicken und kaufen. Dadurch wiederum steigen natürlich die Rankings im weiteren Verlauf. Ein positiv bedingter Kreislauf also. Die Keyword-Recherche sowie Amazon SEO-optimierter Content in Kombination mit der richtigen Wachstumsstrategie steigern also den Umsatz auf Amazon.

Manuel Kretschmer

Manuel Kretschmer

Founder AMZ Controlling

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Bildnachweise:

Abb. 1: https://www.pexels.com/de-de/foto/bildschirm-computer-hande-kabellos-1174775/

Abb. 2: https://www.amazon.de

Produktbilder auf Amazon – das A und O beim Online-Marketing auf Amazon

Titelbild Blogbeitrag Nr. 6, Amazon Produktbilder

Produktbilder auf Amazon – Das A und O beim Online-Marketing auf Amazon

Wie rücken Sie Ihre Produkte ins richtige Licht? Amazon Produktbilder: Größen, Styles, Richtlinien, Tipps und Tricks

Lesedauer: 10 Minuten

Das Wichtigste gleich zu Beginn: Ohne Produktbilder werden Sie auf Amazon keinen Erfolg haben!

Denn um auf Amazon überhaupt in den Suchergebnissen aufgeführt zu werden, müssen Sie für jedes Produkt mindestens ein Produktbild hochladen.

Kurzum: Keine Bilder – keine Auflistung in den Suchergebnissen auf Amazon – keine Verkäufe – kein Umsatz – kein Erfolg!

Mit der Verwendung von Produktbildern wird Ihr Produkt also nicht nur eher gefunden und kann somit überhaupt erst verkauft werden, sondern durch attraktive Produktbilder, welche in den Suchergebnissen angezeigt werden, gelangen Sie mit Ihren Produkten auch in den Fokus potenzieller Käufer. Nur anhand hochwertiger Produktbilder schaffen Sie es in das Relevant Set möglicher Kunden. Also in die engere Auswahl an Produkten, die im Rahmen eines mehrstufigen Selektionsprozesses während der Kaufentscheidung bewusst wahrgenommen werden und sich in den Köpfen der Kunden entscheidend verankern können.

Amazon Produktbilder

Produktbilder auf Amazon – Warum sie so wichtig für den Erfolgs Ihrer Produkte auf Amazon sind?

Gerade auf Online Verkaufsplattformen wie Amazon sind Produktbilder oft das erste, was der Kunde von Ihrem Produkt und Ihrer Marke sieht. Folglich sind die Bilder auf Amazon also einer der wichtigsten Faktoren, die für oder gegen den Kauf eines Produktes sprechen. Denn schließlich entscheidet man auch beim Einkauf im stationären Ladengeschäft um die Ecke oftmals in erster Linie nach dem ersten, optischen Eindruck. Hinzu kommt außerdem die Tatsache, dass ein weiterer entscheidender Faktor im Rahmen eines Kaufprozesses in der virtuellen Shoppingwelt (und Amazon ist da keine Ausnahme) fehlt – nämlich die Haptik eines Produktes – also das Ertasten, das Greifen, das Fühlen eines Produktes. Kunden können online weder die Funktionalität noch die Verarbeitung oder Qualität prüfen. Umso wichtiger ist es also, die fehlenden Sinneseindrücke online mittels professioneller, fesselnder Produktbilder, ansprechender Titel sowie attraktiver Produktbeschreibung und Bullet Points auszugleichen. Die Produktbilder sind online in der Regel der erste und auch wichtigste Berührungspunkt (Touchpoint) mit einem Produkt. Sie dienen sozusagen als eine Schnittstelle in der Kommunikation zwischen Ihrem Unternehmen, Ihrem Produkt und Ihren Kunden.

Bilder sagen mehr als tausend Worte – aber welche?

Um potenzielle Käufer mit der richtigen Bildsprache zu überzeugen, bedarf es auf Amazon einer sinnvollen Foto-Strategie. Denn die Konkurrenz ist groß, vor allem auf Amazon. Oftmals können sich die Kunden vor lauter Angeboten kaum mehr retten. Da gibt es nur eins: Augen auf und durch! Die Produktbilder helfen den Kunden auf der Nachfrageseite, eine erste Vorauswahl zu treffen und Ihnen als Händler auf der anderen Seite nicht in der immensen Angebotsflut unterzugehen, sondern positiv hervorzustechen. Dies führt nicht nur zu mehr Klicks, sondern im zweiten Schritt auch zu mehr Verkäufen und einer verbesserten Conversion Rate. Da der Amazon Algorithmus diese Aspekte berücksichtigt und mit einbezieht, wird sich am Ende des Tages das Ranking Ihrer Produkte verbessern. So schließt sich der Kreis dann wieder.

Aufgepasst!

Das sollten Sie sich merken!

Grundsätzlich gilt: Professionelle und hochwertige Bilder sind das A und O. Mit schlechten, billigen Bildern werden automatisch eine schlechte Qualität sowie ein schlechter Service assoziiert. Hochwertige, scharfe und unterschiedliche Produktbilder hingegen verheißen eine solide Qualität und eine besondere Güte des entsprechenden Produktes. Folglich schaffen Sie eine erhöhte Transparenz. Ein Wert, der heutzutage immer mehr an Wichtigkeit und Bedeutung innerhalb eines Kaufprozesses gewinnt und sich zumeist positiv für Ihr Unternehmen auswirkt.

Hier sollte also keinesfalls gespart werden! Es lohnt sich, ein paar Euro mehr in gute Produktbilder zu investieren, denn am Ende wird es sich in Ihrem erwirtschafteten Umsatz auf Amazon auszahlen.

Na, mitgeschrieben?
Und jetzt geht´s ans Eingemachte

Doch wie sehen Sie denn nun aus – die perfekten Produktbilder auf Amazon? Wie viele Amazon Produktbilder sollen Sie verwenden und letzten Endes auf Ihrer Produktdetailseite hochladen? Welche Anforderungen müssen die Bilder erfüllen? Und gibt es vielleicht sogar Richtlinien seitens Amazons?

Unsere Experten verraten ihre Tricks & Tipps

Expertenwissen

Mit diesen simplen Tricks unseres Experten Teams erstrahlen Ihre Produkte in neuem Glanz auf Amazon. Unsere Produktbilder-Strategie setzt Ihre Produkte in Szene und vermittelt einen optimalen visuellen Eindrucke Ihrer Produkte auf Amazon.

Es gilt dabei allerdings stets, eine ganze Reihe von Mindestanforderungen seitens der Amazon Richtlinien bezüglich der Produktbilder zu erfüllen. Die entsprechenden Mindestanforderungen und Bildrichtlinien finden Sie in den jeweiligen Styleguides für die verschiedenen Kategorien im Seller Central unter „kategoriespezifische Lagerbestandsvorlagen“.

Doch das Mindestmaß reicht uns natürlich nicht – wir holen das Maximum aus Ihren Bildern raus!

Nutzen Sie die Anzahl der Produktbilder und somit den Platz, welcher Ihnen Amazon auf Ihrer Produktdetailseite bietet, um Ihr Produkt und Ihre Marke zu präsentieren.

Aktuell stehen Ihnen auf der Plattform Amazon bis zu 9 freie Plätze für Produktbilder zur Verfügung, von denen allerdings nur 7 Bilder angezeigt werden. 7 (bzw. 6, falls Sie ein Produktvideo verwenden) Amazon Produktbilder sollten definitiv verwendet werden. Vor allem vor dem Hintergrund der wachsenden Nutzung mobiler Endgeräte auch beim Online-Shopping. Denn Bullet Points und Beschreibungen entfallen in der mobilen Ansicht auf dem Smartphone fast gänzlich oder werden missachtet. Um eine positive Kaufentscheidung zu gewährleisten, sind nicht also nicht nur die Produktbilder, sondern auch die Texte auf den Bildern entscheidend.

Amazon Mindestanforderungen

Allgemeine Bildstandards, Amazon Richtlinien, formelle Hinweise und Verbote:

  •  Dateiformate: JPEG (.jpg), TIFF (.tif) und GIF (.gif). – wir empfehlen die Verwendung von JPEG-Dateien (Achtung: Animierte GIFs werden auf Amazon nicht unterstützt).
  • Produkte müssen auf den Bildern korrekt dargestellt werden und dürfen nur das Produkt zeigen, welches auch tatsächlich verkauft wird. Irreführende Produktbilder sind untersagt.
  • Produkte müssen deutlich sichtbar und gut erkennbar sein. Produktbilder, die verschwommen, verpixelt oder unscharf sind, sind untersagt.
  • Produktbilder müssen zum Titel des Produktes passen.
  • Mindestauflösung für Zoom: Bilder sollten an der längsten Seite mindestens 1.600 Pixel haben. Dies ist die Mindestgröße für die Zoomfunktion auf Amazon, welche erfahrungsgemäß die Verkaufszahlen positiv beeinflusst.
  • Wichtig ist auch, dass das Produkt, gemessen an der längsten Seite, mindestens 85% der Bildfläche einnimmt. Bilder dürfen auf der längsten Seite aber nicht größer als 10.000 Pixel sein.
  • Sexuell anzügliche Bilder sind ebenso untersagt wie Nacktbilder.

Je nach Kategorie kommen weitere spezifische Richtlinien zu den oben aufgelisteten Punkten hinzu. Die Liste oben liefert allerdings einen guten Überblick über die wichtigsten und kategorieübergreifenden Standards.

Unsere AMZ Controlling Produktbilder Strategie

Das AMZ Controlling Foto-Konzept

Bild 1:

Das Hauptbild ist das erste Bild, welches der Kunde auf Amazon in den Suchergebnissen sowie auf der jeweiligen Produktdetailseite zu sehen bekommt. Es entscheidet also darüber, wie viele Klicks ein Produkt erhalten wird. Das Produkt sollte daher unbedingt deutlich, groß und ohne ablenkende Elemente im Fokus stehen. Präsentieren Sie Ihr Produkte so, dass es mit einem Blick vollumfänglich erfasst werden kann. Hierfür bietet sich in den meisten Fällen die Vogelperspektive oder die direkte frontale Draufsicht an.

Für das Hauptbild gibt es recht strenge Vorgaben von Amazon. Das Hauptbild sollte demnach vor einem reinweißen Hintergrund (RGB-Farbwert 255, 255, 255) fotografiert werden und muss das tatsächliche Produkte abbilden. Grafische Nachbildungen des Produktes werden von Amazon nicht akzeptiert. Texte, Logos, Wasserzeichen, Rahmen, Farbblöcke, Requisiten sowie Bestandteile oder Zubehör, welche nicht zum Produkt gehören, haben auf dem Hauptbild ebenfalls nichts zu suchen.

Abbildung 1: Dieses Hauptbild zeigt die angebotene Badematte in vollem Umfang. Außerdem sind Farbe, Form und Struktur der Badematte wunderbar zu erkennen.

Das Hauptbild muss auf jeden Fall um weitere Produktbilder ergänzt werden, welche das Produkt aus verschiedenen Perspektiven sowie dessen besondere Eigenschaften zeigen.

Bild 2:

Für das zweite Bild sollte ebenfalls ein Freisteller des Produktes gewählt werden. Dieses Mal allerdings mit wichtigen Zusatzinformationen. Hier sind nun Texte, Zertifikate oder auch Logos erlaubt. Das Produkt sollte weiter im Fokus stehen und anhand verschiedener Attribute und Grafiken dem Kunden visuell erklärt werden, ohne dass dieser viel lesen muss.

Abbildung 2: Dieses Produktbild fokussiert klar das Kernprodukt mit seinen wichtigsten Eigenschaften. Außerdem ist hier das Logo mittig aufgeführt, was die Marke perfekt in den Vordergrund rückt.

Alternativ können im zweiten Bild auch die verschiedenen Varianten dargestellt werden. Welche Produktvariationen gibt es? Dabei sollten die Unterschiede der Produktvarianten allerdings klar ersichtlich sein. Es ist beispielsweise sinnvoll, Produkte, die in vielen verschiedenen Größen und Farben erhältlich sind, auf einem Bild gegenüber zu stellen, damit sich der Kunde schnell einen guten Überblick verschaffen und eine Auswahl treffen kann.

Abbildung 3: Beispiel für die Darstellung verschiedener Produktvarianten.

Bild 3:

Jetzt geht es ins Detail. Produktbild 3 widmet sich dem Produkt aus einer anderen Perspektive, zeigt es im Detail, in Verwendung oder in einer anderen Zustandsform. Zeigen Sie ihr Produkt aus einem anderen Blickwinkel. Kunden sehen gerne alle Seiten des Produktes, an dessen Kauf sie interessiert sind. Gibt es Ihr Produkt in verschiedenen Zustandsformen? Beispielsweise geöffnet oder geschlossen, mit oder ohne Licht? Dann zeigen Sie das! So können sich potenzielle Käufer ein Produkt besser vorstellen. Sollte sich die Verwendung eines Produktes nicht sofort erschließen, können Sie diese hier erklären. Verdeutlichen Sie die Nutzung, schaffen Sie Transparenz und nehmen Sie eventuelle Hürden, die den Kunden am Kauf hindern könnten, schon im Vorfeld.

Bei Konsumgütern können hier außerdem weitere Alleinstellungsmerkmale (englisch: Unique Selling Points, kurz: USP) z.B. durch ein Zoom-Fenster hervorgehoben werden. Bei manchen Produkten ist es außerdem hilfreich, Größenverhältnisse noch einmal gesondert darzustellen. Detailbilder bieten sich immer dann an, wenn die Komplett-Ansicht nicht alle Produkthighlights auf einmal abbilden kann. Zoom-Fenster, die den Blick auf die wichtigsten Vorzüge lenken, stechen sofort ins Auge.

Abbildung 4: Das Zoom-Fenster oben links zeigt die Struktur der Badematte im Detail.

Bild 4:

Hier kann nun nochmal detaillierter auf weitere USPs eingegangen werden. Welche Vorteile hat Ihr Produkt? Was unterscheidet Sie von ähnlichen Produkten der Konkurrenz? Welche Features und Funktionen zeichnen Ihr Produkt aus?

Wichtig: Stellen Sie besondere Produkteigenschaften und Funktionen visuell dar, vermeiden Sie zu viele erklärende Texte. Greifen Sie besser auf dezente Icons zurück, um notwendige Informationen zu veranschaulichen.

Abbildung 5: Stellen sie Produkteigenschaften symbolisch dar und bilden Sie die wichtigsten USPs ab.

Bei manchen Produkten ist das Gesamtpaket entscheidend. Sollte die Verpackung (z.B. bei Geschenken) ein wesentlicher Bestandteil des Produktes sein, bietet Bild 4 die Möglichkeit, das Produkt in seiner Verpackung abzubilden.

Bild 5:

Ein großer Conversion-Booster ist der direkte Vergleich mit Wettbewerben. Das wichtigste vorab: Dabei dürfen Sie natürlich nie den Namen eines Wettbewerbes nennen. In Vergleichstabellen geht es nicht primär darum, die Konkurrenz schlecht zu machen, sondern vielmehr darum, die eigenen Vorteile für den Kunden tabellarisch und übersichtlich zu präsentieren. Aus verkaufspsychologischer Sicht kann eine derartige Tabelle oftmals den Unterschied zur Kaufentscheidung ausmachen.

Bild 6:

Bild 6 sollte immer ein Lifestyle-, Mood- oder auch Milieubild sein. Schaffen Sie ein ansprechendes und passendes Set-up rund um Ihr Produkt. Inszenieren Sie Ihr Produkt in der Umgebung, in der es für gewöhnlich zum Gebrauch kommt, damit sich die Kunden vorstellen können, wie sich das Produkt gegebenenfalls auch in die eigene Umgebung einfügt. Zeigen Sie Ihr Produkt in Interaktion, um den praktischen Nutzen herauszuarbeiten. Achten Sie darauf, dass der Hintergrund harmonisch, dezent und nicht zu überladen ist, um Reizüberflutungen zu vermeiden und den Fokus dennoch auf Ihrem Produkt zu lassen. Setzen Sie auffällige Eye-Catcher neben Ihr Produkt.

Seien Sie sich bewusst, dass Sie nicht nur ein Produkt, sondern mit dem Produkt auch immer einen gewissen Lebensstil verkaufen. Erzählen Sie mit der Mood-Aufnahme und den Lifetyle-Bildern eine Geschichte zu Ihrem Produkt, erwecken Sie es zum Leben und holen Sie das Maximum aus Ihrem Produkt heraus. Die Kunden sollten Lust bekommen, das Produkt selbst zu verwenden. Um die Markenbekanntheit zu steigern und die Seriosität zu unterstreichen, kann hier auch mit Testimonials gearbeitet werden.

Abbildung 6: Lifestyle-Bilder setzen ein Produkt in der Umgebung in Szene, in der er für gewöhnlich zur Anwendung kommt.

Bild 7 = Produktvideo:

Seit Kurzem können auch auf dem deutschen Marktplatz Videos zum Produkt eingebunden werden. Das Produktvideo ersetzt hierbei das siebte Bild. Aktuell kann nur ein Video pro ASIN eingestellt werden. Produktvideos, welche hilfreiche Informationen zum Produkt liefern, können die Kaufentscheidung der Kunden positiv beeinflussen. Die Videos können außerdem dafür genutzt werden, Ihre Marke in eine nette Geschichte zu verpacken und diese den Kunden zu erzählen (Storytelling). Das Produkt sollte im Video gut sichtbar gezeigt werden und die besonderen Funktionen des Produktes in den Vordergrund stellen.

Aber Achtung !

Nicht jedes Video bringt automatisch einen Vorteil und führt zu einer positiven Beeinflussung der Kaufentscheidung.

Um erfolgreiche Ergebnisse zu erzielen, müssen die Videos einige Anforderungen erfüllen:

  • So sollten die Produktvideos auf jeden Fall professionell erstellt werden und das Produkt gekonnt ins rechte Licht rücken. Eine plausible, authentische Story, eine professionelle, gute Kamera sowie eine einwandfreie Tonqualität sind die wichtigsten Indikatoren für ein gelungenes Kurzvideo.
  • Das Video sollte nicht größer als 500 Megabyte (MB) nicht sein. Wir empfehlen sogar eine Video-Größe von maximal 200 MB.
  • Als Datei-Format eignet nicht eine MP4-Datei am besten zum Upload auf der Amazon Produktdetailseite.

Voraussetzung für die Verwendung von Produktvideos auf Amazon ist die Markenregistrierung.

Unser Tipp

Es lohnt sich, den Weg zur registrierten Marke zu gehen, da Amazon doch einige Vorteile wie z.B. Produktvideos oder A+ Content, vormals Enhanced Brand Content (EBC), für Seller mit einer registrierten Marke bietet.

Fazit

Professionelle und ansprechende Produktbilder für Ihre Produkte auf Amazon aufzunehmen, kann durchaus etwas Zeit und Geld beanspruchen. Aber der Aufwand wird sich definitiv lohnen und auszahlen. Produktbilder sind ein essentieller Bestandteil der Amazon Produktdetailseite und der erste Berührungspunkt mit einem potenziellen Käufer. Gefällt ein Bild, wird das Produkt anklickt. Gefällt ein Bild nicht oder suggeriert aufgrund mangelnder Professionalität eine schlechte Qualität, wird das Produkt nicht angeklickt. Folglich wird es auch nicht zu einem Kaufabschluss kommen. Gute Produktbilder hingegen beeinflussen die Kaufentscheidung positiv. Entscheidend für Ihren Erfolg auf Amazon ist nicht nur Ihr Produkt selbst, sondern primär auch dessen Präsentation. Als Händler haben Sie auf Amazon viele Richtlinien und Vorgaben zu befolgen. Doch mit Hilfe unserer Experten-Tipps sollte der Weg zu gelungenen Produktbildern nicht mehr ganz so steinig sein.

Manuel Kretschmer

Manuel Kretschmer

Founder AMZ Controlling

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Quellenangaben Abschnitt 1:

Vgl. Felser, Georg: „Werbe- und Konsumentenpsychologie“, Springer, 2015, Berlin

Vgl. Gutjahr, Gert: „Markenpsychologie. Wie Marken wirken – Was Marken stark macht.“, Springer Gabler, 2013, Wiesbaden

Vgl. markforschung.de: „Relevant Set“. In: https://www.marktforschung.de/wiki-lexikon/marktforschung/Relevant%20Set/ (21.09.2020)

Quellenangaben Abschnitt 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8:

Vgl. Benutzerfreun.de: „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – wer sagt das?“. In: https://www.benutzerfreun.de/buntes/ein-bild-sagt-mehr-als-1000-worte-wer-sagt-das/ veröffentlich am 29.07.2015 (21.09.2020)

Vgl. Amazon Seller Central: „Anforderungen an Produktbilder“. In: https://sellercentral.amazon.de/gp/help/help.html?itemID=G1881&language=de_DE&ref=efph_G1881_cont_G521 (21.09.2020)

Vgl. Amazon Seller Central: „Produktbilder vorbereiten“. In: https://sellercentral.amazon.de/gp/help/external/G16881?language=de_DE (21.09.2020)

Vgl. Amazon Seller Central: „Ein Video hochladen“. In: https://sellercentral.amazon.com/gp/help/external/help.html?itemID=WJRQF3C34G4PRA2&language=de_DE&ref=efph_WJRQF3C34G4PRA2_cont_Y4LL3M3WJEFE8MZ (22.09.2020)

Vgl. Stummeyer, Christian; Köber, Benno: „Amazon für Entscheider. Strategieentwicklung, Implementierung und Fallstudien für Hersteller und Händler.“, Springer Gabler, 2020, Wiesbaden

Vgl. Aufzug, Marc; Bors, Dominik: „E-Commerce mit Amazon. Das Praxishandbuch für Markenhersteller, Vendoren und Seller.“, O´Reilly, 2019, Heidelberg

Vgl. Melchior, Laura: „Amazon ändert Richtlinien für Produktbilder“. In: https://www.internetworld.de/plattformen/amazon/amazon-aendert-richtlinien-fuer-produktbilder-1578329.html veröffentlicht am 04.09.2018 (21.09.2020)

Vgl. Kretschmer, Manuel: „Die Amazon DNA. Entschlüssele den Bestsellercode.“, BoD – Books on Demand, 2019, Norderstedt

Bildnachweise:

Abb. 1, Abb. 3, Abb. 4, Abb. 5: https://www.amazon.de/dp/B075LJ5W4F/ref=twister_B075LLLQ4V?_encoding=UTF8&psc=1

Abb. 2, Abb. 6: https://www.amazon.de/nomo-MOSQUITO-gegen-M%C3%BCcken-M%C3%BCckenschutz/dp/B07TZP84RQ/ref=redir_mobile_desktop?ie=UTF8&aaxitk=Gnxod2e3a6.79l-1C3UGig&hsa_cr_id=9226382770002&ref_=sbx_be_s_sparkle_mcd_asin_0

Abb. 6: https://www.amazon.de/WohnDirect-Badematte-Rutschfest-waschbar-Duschvorleger/dp/B073WDGZWQ/ref=sr_1_6?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=wohndirect+badematte&qid=1600859523&sr=8-6